Endklang - Irrlicht

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Endklang

Ich weiss es nicht
Skizzen in s/w
In die Nacht
Rote Sonne
Duft der Wüste
Von der Liebe
Schneegestöber
Narziss! (Upgrade 2.00.5)
In die Nacht (Clubedit)
Rote Sonne (Distochick-Mix by Fake Baba)
Dekadenz (Dekonstrukt)
Lehrstunde: Toxikologie (Hidden Track)


 
 
 

Ich weiss es nicht  

Wem gehört die Zukunft – unseren Kindern, uns?  
Haben wir ein fruchtbares Erbe angetreten?  
Werden wir ein solches hinterlassen?  
Und weisst du wohin uns der Weg führt, den wir beschreiten – der moralische Werte  propagiert,  
sich aber in Zerstörung äussert?  
Ich weiss es nicht… Ich weiss es nicht… Noch nicht.  
Hast du dich schon einmal gefragt, wer diese Schranken erstellt, die dich am Leben hindern?  
Das innere Gefängnis, das Räume nur begrenzt, nicht öffnet – dein Denken.  
Bist du in einem Spiel gefangen? Schach mit lebendigen Figuren.  
Und du als Teil, als Ganzes – ich weiss es nicht.  
Schachbrett, Muster, Figur oder eine Hand, welche Spielzüge lenkt.  
Was würdest du gerne sein?  
Denkst du wirklich, dass du der einzige Mensch auf Erden seist?  
Alles um dich herum nur zu einem Zweck erschaffen: dich zu testen, dich zu unterhalten?  
Denkst du das wirklich? Ich weiss es nicht.  
Wärme entsteht durch Reibung – Grenzgängertum – dies ist das Spiel, das dich am Leben hält.  
Weisst du wohin uns dieser Weg führt?  
Kannst du vergessen, was man dir angetan hat?  
– auf deiner langen Reise, Richtung Erleuchtung oder Wiederkehr…  
Oder wirst du weitergeben, was dir widerfahren ist?  
Zahn um Zahn, Auge um Auge.  
Endloser Kreislauf. Rachefeldzug gegen die eigene Vernunft.  
Wirst du dich eines Besseren belehren lassen von Menschen, die dasselbe vor dir erlebten,  
die älter sind, vielfältigere Erfahrungen aufweisen?  
Niemand wird dich vor deinem Schicksal bewahren können!  
Wirst du es annehmen – so wie es der Wirklichkeit entspricht,  
dass du atmest, lebst, meine Stimme hörst  
– jetzt flüsternd! Ich weiss es nicht.  
Wärme entsteht durch Reibung – Grenzgängertum – dies ist das Spiel, das dich am Leben hält.  
Weisst du wohin uns dieser Weg führt?  
Wirst du am Ende deines Weges dem Schicksal die Hand schütteln und sagen können:  
wir sind Freunde geworden! Du und ich – mein Schatten.  
Wird man nicht dann krank, wenn man aus dem Lebensfluss gerät.  
Ich weiss es nicht. Ich weiss es nicht.  
Wirklich gesund wirst du erst sein, wenn meine Stimme erlischt.  
Weisst du wohin uns dieser Weg führt?  












Skizzen in s/w  
  
Hast du dich noch immer nicht von deiner kühlen Distanziertheit losgesagt?  
Die heroischen Abbilder über Bord geworfen; Idole, die einem in den Abgrund treiben.  
Aber nicht Rimbaud und Baudelaire waren es, die die Schuld an deinem Verfall trugen  
– alles tritt dir nun wieder ins Bewusstsein, wie es war damals…  
Du hast dich nach Überwindung gesehnt, inmitten all der verlorenen Paradiese…  
künstliches Dandytum… niemals mehr auferstanden…  
Leidend, vergessen, im Dreck gelegen…  
Deine Venen pumpen wild, bevor du zurücksackst und das Bewusstsein verlierst…  
Tausend dunkle Engel behüten meinen Schlaf…  
Und wie bei diesem Lied, die Phrase abgedroschen, wird es dem nicht gerecht, was dir
geschehen ist.  
Schande über uns, die wir weggesehen haben. Und keiner hier spricht in Rätseln,  
wenn er deine Krankheit nicht mit jugendlichem Übermut apostrophiert.  
Emotionen, zunächst bleischwer, in kristalline Form getaucht  
und dann in blutleere Geschöpfe umgewandelt – Heroinhölle, konspirativ…  
Leidend, vergessen, im Dreck gelegen…  
Deine Venen pumpen wild, bevor du zurücksackst und das Bewusstsein verlierst…  
Tausend dunkle Engel behüten meinen Schlaf…



In die Nacht  
   
Und du weisst genau, wohin dich die Reise führt, wenn du die Augen öffnest.  
Siehst du Licht am Ende des Tunnels oder ist das ein sich offenbarender Abgrund?  
Bist du bereit, die Pforten aufzustossen zu deinem inneren Wahn?  
Weisst du wer ich bin? Weisst du was ich fühle?  
Ob ich glücklich bin? Leben ist kein Spiel!  
Was mir fehlt ist ein Ziel,  
so treibt es mich dann weiter, immer weiter fort…  
Und wann wirst du mich erlösen, von dieser finst’ren Qual,  
und mit mir zum Himmel reiten?  
Trage mich, trage mich, in die Nacht…  
Wenn du zurückblickst, wirst du nichts mehr am Horizont entdecken, da bleibt nur Leere.  
Deine Vergangenheit zerfällt zu Staub… und wenn du in den Spiegel siehst,  
ist da nur eine Maske, die sich dir offenbart…  
Bitte weck’ mich auf. Sag’ mir ob ich träume,  
ob ich wirklich bin – schenk mir deinen schönsten Tanz,  
erhöre mich, und halte mich ganz fest.  
Schenk mir diesen letzten Kuss und trage mich,  
trage mich, in die Nacht…  
Ich ziehe mich zurück. Und weiss nicht mehr weiter.  
Was geschieht mit mir, was geschieht mit mir?  
Was mir fehlt ist ein Ziel,  
so treibt es mich dann weiter, immer weiter fort…  
Und wann wirst du mich erlösen, von dieser finst’ren Qual,  
und mit mir zum Himmel reiten?  
Trage mich, trage mich, in die Nacht…  
Und wann wirst du mich erlösen, von dieser finst’ren Qual?  
So leb’ ich hier – nur ein Mal, nur ein Mal






















Rote Sonne (Ain al-Qalb / Marifah)  
    
Und auf einmal weiss keiner mehr wie alles begann  
in diesem Krieg, dieser Sinnlosigkeit.  
Und auf einmal weiss keiner mehr wie alles begann  
und weshalb die Proteste nun abgeebnet sind.  
Aber die Horden wüten weiter:  
verwilderte, mit Orden geschmückte Bastarde; blutroter Wüstenstaub.  
Gott schütze euch, denn ihr seid wie Tiere. Gott schütze euch, die ihr strebt nach Krieg.  
Gott schütze euch, denn ihr seid wie Tiere. Gott schütze euch, denn ihr wollt nur Krieg.  
Vertrau immer denen, die da morden mit Waffen.  
Vertrau immer dem, der die Wahrheit zu haben scheint.  
Und in Tikrit waren sie, haben alles niedergemetzelt, was nicht ihresgleichen schien.  
Tausend zerfetzte Leiber, unverhüllt zurückgelassen.  
Gott schütze euch…  
Und auf einmal weiss keiner mehr wie alles begann  
in diesem Krieg, dieser Sinnlosigkeit.  
Gedenkt all der Kinder in den Strassengräben, deren Körper zerschossen…  
und wer, im Namen eures Kreuzes, bestraft euren Hochmut und euren Fall?  
Gott schütze euch…  





Duft der Wüste (Inspiriert von Mahmud Shabistari)  
     
Lüfte diesen Schleier und du wirst erkennen, dass alle Sekten und Religionen eins sind.  
Du brauchst kein Gotteshaus, um das Leben zu preisen  
– es genügt, wenn du auf der Erde stehst, hinaufblickst:  
ich bin klein, im Vergleich zu dem was ich sehe – ein Sandkorn vielleicht.  
Und doch bin ich gross. Unendlich gross.  
Wind weht mir durchs Haar.  
Die Wüste vor meinen Augen ist grenzenlos, Weite und Horizont.  
Zähle die Sandkörner und dein Leben wird einen Sinn erhalten.  
Ich sehe eine Karawane – unter kreisrundem Himmel, höre göttlichen Gesang.  
Eine Pilgerreise – in mystischem Tanz wirbelnd.  
Die Lippen trunken von der Wahrheit… in den Armen der Geliebten verloren…  
jeder Tropfen bedeutet Leben.  
Das Aroma des göttlichen Weins hat sie dazu gebracht, alles zu verlassen.  
Jenseits von Zeit und Raum haben sie Pilgerstab, Wasserkrug und Rosenkranz
weggeworfen,  
auf staubtrockenen, Boden und sind weitergewandert.  
Wirbelnd, im Tanz, ein Derwisch spricht zu mir:  
Lüfte diesen Schleier und du wirst fragen:  
Wenn „Du" und „Ich" nicht existieren,  
was ist dann eine Moschee?  
Was ist eine Synagoge?  
Was ist ein Feuertempel?  
Und was eine Kirche?  
Der Himmel kreist – im Taumel der unsichtbaren Welt.  
In der Einheit leuchtend, in Gedankenkraft versengt.  
Die Sonne brennt auf meine Haut.  
Trunken, vom Wein göttlicher Ekstase, vergiessen sie blutige Tränen  
– Geschmack von Entwerdung.  






Von der Liebe  
      
Ich werde immer bei dir sein und dieses Lied singst du allein  
mit allem was da Blüten treibt, so hast du mir das Herz befreit.  
Und wenn dann meine Wunden bluten, wag’ ich mich in kalte Fluten  
meinen Kopf dir zugeneigt, so hast du mir nur Licht gezeigt.  
Das Leben läuft an mir vorbei, ein Atemhauch bricht mich entzwei.  
Deine Liebe tief verschmäht, so hab’ ich hier nur Sturm gesät  
mit Worten, die vergiftet sind, begleite mich durch Wüstenwind.  
Mein Antlitz ist von Sand verstaubt, so hat es mir die Sicht geraubt.  
Ich weiss nicht, warum du mich liebst, mir sanfte Träume in mein Herz nur gibst.  
Phönix, mein Stern, halt’ mich fest, steige auf, fliege fort.  
Wirst du, aus meiner Asche auferstehn’?  
Und während du das Glück vergisst, und das Schicksal mit zwei Ellen misst,  
soll Leben doch erkennbar sein, lebt der Mensch denn nicht von Schmerz allein?  
Ich weiss nicht, warum du mich liebst, mir sanfte Träume in mein Herz nur gibst.  
Deine Liebe tief verschmäht, so hab’ ich hier nur Sturm gesät  
mit Worten, die vergiftet sind, trage mich durch Wüstenwind.  
Ein Leben, ein Spiel, ein Leben ohne Ziel…  
Mein Herz, das blutet wild und leer, ertränke mich im Farbenmeer  
mit Worten, die vergiftet sind, begleite mich durch Wüstenwind.  
Phönix, mein Stern, halt’ mich fest, steige auf, fliege fort.  
Wirst du, aus meiner Asche auferstehn’?  
Und während du das Glück vergisst, und das Schicksal mit zwei Ellen misst,  
soll Leben doch erkennbar sein, lebt der Mensch denn nicht von Schmerz allein?  
Ich weiss nicht, warum du mich liebst, mir sanfte Träume in mein Herz nur gibst.  
Deine Liebe tief verschmäht, so hab’ ich hier nur Sturm gesät  
mit Worten, die vergiftet sind, trage mich durch Wüstenwind.  





















Schneegestöber  
   
Du hast mich verlassen – und nichts als deine Zigarettenschachtel blieb zurück.  
Eine samtblau, vergilbte Packung Gauloise,  
welche die französische Aufschrift „wer raucht, krepiert" trägt.  
Das tue ich ohnehin schon ohne dich, du brauchst es mir nicht zu verdeutlichen.  
Die Zigarettenschachtel leert sich, antizyklisch.  
Drei Viertel der kleinen Totmacher hattest du ohnehin schon mitgenommen,  
hinunter in deine verklebte Lunge, in deine verrusste Luftröhre  
– ein auf Lebzeiten verseuchter Kehlkopf.  
Und um es drastischer zu formulieren:  
Unwiederbringlicher Schaden an der Ewigkeit, verkratzte Langspielplatte im Gedächtnis der
Zeit.  
Spürst du nicht, wie die Erde bebt, wenn meine Gedanken dich verfolgen? Im Wahnsinn
dieser Nacht.  
Ich werde dich in Besitz nehmen – mit blosser Gedankenkraft:  
Wie meine Zunge, Schmetterlingsflügel zwischen deine Schenkel schlägt und in dich dringt,  
du in haltloser Versunkenheit, halb-betäubt aufstöhnst.  
Verschont mich mit Poesie, diesem verfluchten Kinderkram! Ich will dich ficken!  
Dazu brauche ich keine Gedichte auswendig zu lernen.  
Du brauchst mir nicht ins Ohr zu säuseln, wie sehr du mich liebst, es ist mir scheissegal.  
Was zählt ist der Moment.  
Und wenn du vor Lust explodieren solltest, mach’ dir nichts daraus:  
mein Sternensystem ist ohnehin grösser.  
Dieses schwarze Loch zwischen deinen Beinen verschlingt Galaxien, vernichtet Aeonen.  
Ich aber stehe noch immer hier – bin Gott, Teufel, irgendwas dazwischen, irgendwas
dazwischen…  
Bin Gott und Teufel gleichermassen.  
Kokaineske Staubwüste – ich sehe weisse Bergspitzen.  
Das Röhrchen, auch als Feldstecher verwendbar:  
ich erspähe Schneegestöber, Linien, die ineinander versinken.  
Krümmung im Raum. Es kratzt mich in der Nase. Blut an den Fingern.  
Surrealer Kriegsschauplatz – bringt mich fort von dieser Stätte, ich kann die Stille nicht
ertragen.  
Wessen Einsamkeit ist das hier überhaupt?  
Du bist zu spät – meine Seele ist schon längst verkauft! An wen? Ist mir doch egal.  
Es ist, wie es ist.  
Sogar Nick Cave besingt neuerdings Kloaken.  
Und wenn du mir vorwirfst, ich wüsste nicht wovon ich spreche, dann antworte ich dir:  
Nimm dieses Röhrchen zur Hand, probier es aus.  
Du kannst aus jedem beliebigen Hirn Gedanken downloaden, wenn du es nur willst.  
Glaube versetzt Berge – dies hier aber ist die Wirklichkeit.  
Willkommen in „Suburbia" – urbaner Lifestyle.  
Zur Hölle mit euch Bastarden, die ihr diese Welt bevölkert.  
Nein, ich bin nicht wütend, nur gereizt.  
Lust auf eine kleine Keilerei?  
Ich werde dir die Scheisse aus dem Leib prügeln.  
Hast du Fight Club gesehen?   
Dein Schädel wird zersplittern. Und wenn du am Boden liegst, werde ich auf dich spucken.  
Ja, hör gut zu: wenn du Blut aus deiner Lunge kotzt, wird es dir egal sein,  
wie viele Zigaretten du in deinem Leben geraucht hast.  
Ja, es wird dir egal sein…  
Zurück zu dir, kleine Schlampe:  
Ich geb’ dir was du brauchst. Du hast mir nie gesagt, ob du Schläge oder Liebe bevorzugst.  
Es ist Trieb. Unveränderbare Wirklichkeit.  
Und während ich deine Kehle zuschnüre, ruderst du mit den Armen.  
Ist das Freiheit? Was hast du sonst für perverse Spiele auf Lager. Ich spiele mit!  
Wer hätte gedacht, dass Beichtstühle zu was taugen.  
Ich werde dir die Wahrheit von der Haut kratzen.  
Kalligraphien von betörender Schönheit von deinem Körper lecken,  
deine Brustwarzen mit der Zunge reizen, bis du vergehst vor Lust.  
Ja, geh nur fort – und komm zurück…  
wenn du stark genug für mich bist!  




Narziss!  
    
Und hast du nicht nur dich selbst geliebt...?   
Und ewig weit, bist du bereit, durch mich zu gehn', in diesen Streit?  
In diesen Duft Unendlichkeit, so bleib' ich stehn', und lasse mich umwehn' von einer Pracht,
die sorgenvoll dahingebracht in einer Nacht, in Licht erdacht, und neu entfacht, in Widerstreit
und Trunkenheit, im wogend' Trug der Sinne, so bezwinge den Höhenflug.    
Narziss, ertrink' in deinem Abbild. Narziss ertrinke.   
Und hast du nicht nur dich selbst geliebt...?    
Ergriffen weilt, gespiegelt scheint, und reich verziert, vom Wind verteilt. Verkettet dann, und
ungeweint, nur Lust gebiert, den Traum regiert, das Selbst beschwört, und ungehört,
emporgeschwungen, das Ich betört, und segensreich, im Traum gestört, ein Lied gesungen,
das unverklungen, den Himmeln gleicht, das Herz erreicht, und ungezwungen,
pfadverschlungen, und dann verstört, in Tiefen reicht, vom Ich betört, das Selbst beschwört.   
Narziss, ertrink' in deinem Abbild.   
Narziss ertrinke. Und hast du nicht nur dich selbst geliebt...?   






Dekadenz (Dekonstrukt)
  
Lasset uns die Welt erbaun’ in einem kleinen Fiebertraum,   
und führet uns nur dorthin.   
Führet uns nur dorthin.    
Ich brauche dich. Ich atme dich.    
Ich spüre dich. Ich lebe dich.    
Existent und dekadent, mit allem was das Leben trennt.    
Im Norden stehn’, den Süden sehn’,   
im Westen flehn’, den Osten drehn’ – aber wo untergehn’?    
Ich brauche dich. Ich atme dich. Ich spüre dich.   
Ich lebe dich.  Existent und dekadent, mit allem was das Leben trennt.    
Ein Dämon sagt, die Stimme wagt, im Innern liegt sie,   
nicht verzagt – sie bleibt ungefragt.    
Ich brauche dich. Ich atme dich. Ich spüre dich.   
Ich lebe dich.    
Lasset uns die Welt erbaun’ in einem kleinen Fiebertraum,   
lasset uns die Sterne sehn’, Wolken sich im Kreise drehn’,   
und lasset uns um Gnade flehn’, in tausend Flammen untergehn’.    
Ich brauche dich. Ich atme dich. Ich spüre dich. Ich lebe dich.    
Existent und dekadent, mit allem was das Leben trennt.    
Führet uns nur dorthin, nur dorthin. O’ führet uns nur dorthin.    
Ich brauche dich – nicht Ich atme dich – nicht Ich spüre dich – nicht   
Ich lebe dich...  






Lehrstunde  : Toxikologie

Willkommen zur kleinen toxikologischen Lehrstunde mit Prof. Dr. Hans-Peter Wimmer

Psilocybin und Atropin, Ephedrin und Codein
Trunkelbeere, Krötengift, Oxalsäure, Pestizid
Herbstzeitlose, Bilsenkraut, Theriak und Spanish Fly
Amphetamine, Muscarin, Morphium und Benzedrin
Meskalin und Opium, Mandragora Plutonium

LSD ist meine Droge, es erwischt mich eine psychotrope Woge

Das alles ist Teufelszeug
Sektenware, die gute Laune verscheucht
Drogenkopf, Cocktailmixer
Pillenfresser, Haschischfixer

Salmonellen, Sabinol, Stechpalme und Alkohol
Cyanid, Vanadium, da wachsen mir die Nägel krumm
Muskatnuss, Datura sticht, Amanita Fliegengewicht

Betören mich all die Substanzen,
die orientierungslos in meinem Innern tanzen

Das alles ist Teufelszeug
Sektenware, die gute Laune verscheucht
Drogenkopf, Cocktailmixer
Pillenfresser, Haschischfixer

Ein Engel singt auf Valium, sich teuflisch ins Delirium
Wer den Weg kennt, kennt das Ziel
Gift, Erkenntnis, Heilungsspiel?

Wer isst, trinkt und spritzt zuviel,
von Sträuchern, Schnaps und Heroin…

Das alles ist Teufelszeug
Sektenware, die gute Laune verscheucht
Drogenkopf, Cocktailmixer
Pillenfresser, Haschischfixer

Satanspilz und Rattengift, Cannabis, Fuselschnaps
Schwarze Witwe, Skorpion, das Gegengift genommen schon?

Denn blut’ger Rotz klebt in meiner Nase,
weisses Pulver ich aus dem Röhrchen blase

Das alles ist Teufelszeug
Sektenware, die gute Laune verscheucht
Drogenkopf, Cocktailmixer
Pillenfresser, Haschischfixer

Den Schimmelpilz ich von den Wänden lecke,
und dahinter was, zum Sniffen entdecke

Vergiftet sind wir alle schon, ich schnarch bekifft ins Telefon…

 
 
 
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